CONSILIUM. Der Dienstplaner.

Eines der CONSILIUM-Promotion Fotos, die evtl. mal in Google oder Facebook Ads auftauchen werden.

Immer noch BUGS, immer noch viel Feinarbeit – aber es geht mit mächtigen Schritten voran. Der große Teil der Erstellung von AGBs und Datenschutzerklärung ist fertig und wird gerade von einem Kunden reviewed – jetzt geht es an die letzten Feinheiten.

Das animierte GIF auf der Startseite wurde jetzt durch ein Appetizer-Video mit einer schönen Intro Animation ersetzt. Die werde ich bei allen Tutorial Videos nutzen. Dieses Video zeigt einfach nur einen unkommentierten Einblick in die Funktionen von CONSILIUM:

Eine Entscheidung, die ich jetzt erst spontan getroffen habe, entpuppt sich dabei als zusätzliche intensive Baustelle. Statt eines PDF/ePub Handbuches zur Software habe ich entschieden, ein kontextabhängiges Hilfesystem aufzubauen. Also überall in CONSILIUM gibt es kleine Info-Buttons – wann immer der User darauf klickt öffnet sich ein Modal-Fenster (das sind Pop-Up Fenster, die die Overlay-Funktionen des Browsers nutzen) und zeigt die passenden Erklärungen an, teilweise auch mit eingebetteten Videos. Da CONSILIUM jetzt schon massenhaft Funktionen hat, braucht es auch massenhaft Erklärungen und damit sehr viele dieser Fenster.

Hilfesystem CONSILIUM.
Beispiel für eines der Modal-InfoFenster von CONSILIUM, welches durch eines der vielen InfoButtons ausgelöst wird.

Trotzdem wird es auch ein klassisches Handbuch geben. Es ist einfacher zunächst die einzelnen Elemente zusammenzustelllen und alle wichtigen Elemente einer Funktion direkt darzustellen, als dieses aus einem größeren Text heruaszunehmen, nur um diesen dann wieder anpassen zu müssen.

Nun, ich hoffe, dass CONSILIUM noch in diesem Monat von einem ausgewählten Kunden „in Produktion“ genommen wird, d.h. für Juli werden die ersten Planungen in einem Service-Center mit CONSILIUM gemacht werden. Da stelle ich mich auch schonmal auf ein wenig Flick-Werk ein – nämlich für all die BUGS, die ich jetzt noch gar nicht sehe 🙂

DSGVO & Co. – Ein notwendiges Übel

DSGVO & Co,

Günstiger, als die Texte selbst auszudrucken – die Verordnungen können als praktische Broschüren gekauft werden.

CONSILIUM – die Webversion meines Dienstplan-Tools geht allmählich in die Zielgerade. Eine erste Alpha-Version ist fertig – sie wird  derzeit mit verschiedenen Fallstudien getestet. Spätestens jetzt ist es wichtig, sich um ein scheinbar lästiges Thema wie den Datenschutz zu kümmern. DSGVO & Co. lassen grüßen. Was echte Mehrarbeit und ein schwieriges Unterfangen ist, ist aber meiner Meinung nach auch ein notwendiges Übel.

Datenschutz wird in Deutschland in besonderem Maße hochgehalten. Das ist auch gut so. Ich finde, die vielen Diskussionen, die sich gerade auch in diesen Zeiten zum Thema Datenschutz auftun, sind sehr wichtig. Die Verordnungen sind dabei insofern positiv zu sehen, als dass sie tatsächlich ein Instrument sind, wie Software für Effizienz sorgen kann, der Datenschutz aber gewährleistet bleibt. Im Klartext: Jede Form von Software kann mit Hilfe des Instrumentariums dieser Verordnungen datenschutzkonform umgesetzt werden. Auch wenn es manchmal viel Arbeit ist und damit Zeit und Geld kostet. Sie führen auch zu einer dringend notwendigen differenzierten Betrachtung von Gefahrenquellen – etwas, dass derzeit eher lästig und aufgezwungen wirkt und jeden Nutzer damit quält, sich mit so etwas wie „Cookies“ zu beschäftigen. Aber der Reihe nach … .

Die Hierarchie der Verordnungen ist eindeutig. DSGVO und ePrivacy Richtlinie sind europäische Verordnungen, wobei ePrivacy ein noch sich in der Veränderung befindlicher Teil des DSGVO ist.  Sie umfasst bereits die sogenannte Cookie-Richtlinie, zu der auch (Stand Februar 2021) ein erweiterter Entwurf gehört. Das Bundesdatenschutzgesetz ist nationales Gesetz und steht – sofern ich das als Nicht-Jurist überhaupt beurteilen kann – nicht im Widerspruch zur DSGVO.

Der Datenschutz hat also einen brauchbaren europäischen Rahmen. Ich denke, das ist ein wichtiger Aspekt. Zu erwähnen ist aber auch, dass die DSGVO von nationalem Recht eingeschränkt werden kann. Die Bedingungen dafür sind in der DSGVO selbst festgelegt. Wenn also in Deutschland immer wieder Projekte vertrödelt werden und auf den angeblich strikten Datenschutz in Deutschland verwiesen wird – das ist schlicht falsch. Die DSGVO betrifft alle europäischen Staaten. Wenn Deutschland zum Beispiel eine DSGVO-konforme Datenschutz-App nicht auf die Reihe kriegt, die Schweden aber damit schon seit Monaten fertig sind, dann hat das nichts mit Datenschutz in Deutschland zu tun.

Was sind nun die zentralen Bestandteile der DSGVO? Das lässt sich mit diesen Schlagwörtern zusammenfassen:

  • Einwilligung zur Verarbeitung von Daten zwingend und explizit notwendig
  • Transparenz und Zweckgebundenheit der Datenverarbeitung
  • Exklusive Hoheit über die Nutzerdaten beim Nutzer – dieser muss jederzeit erfahren können, welche Daten zu welchem Zweck über ihn erfasst wurden.
  • Das Recht auf Löschen von Daten und das Recht auf „Vergessenwerden“

Das bedeutet für die Softwarenutzung im Internet eine ganze Menge Änderungen. Es reicht also nicht, dass ein Nutzer eine E-Mail Adresse und ein Passwort für eine Software wählt – er muss auch erfahren können dürfen, was mit diesen Informationen passiert. Das sollte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen festgelegt sein.

Viel entscheidender – und leider bisher nicht in Verordnungen gegossen – ist der sogenannte SaaS Vertrag („Software as a Service“). Dazu gibt es bisher keine eigene Verordnung – allerdings ist die Annahme, dass diese Art von digitalem Produkt durch die DSGVO abgedeckt ist, doch eher lückenhaft. Denn „SaaS“ – also das regelmässige Nutzen einer Software im Internet oder auf einem Server – bedeutet nicht selten, dass mehr als zwei Parteien involviert sind. Neben dem Anbieter und dem Kunden spielen auch personenbezogene Daten eine Rolle – im Falle von CONSILIUM sind das die Daten der MitarbeiterInnen, die in diesem Dienstplan-Tool verwaltet werden. Und es gibt dann noch den Service-Provider, der die Datenbank hostet. Auch der muß DSGVO-konform handeln. Hier könnte man meinen, dass das selbstverständlich sei – nun, das ist eine steile These. Wie oft hören wir davon, dass z.B. Passwörter in Datenbanken im Klartext gespeichert sind? Hier machen es sich einige Anbieter einfach, in dem sie annehmen, dass der Zugang zur Datenbank selbst verschlüsselt ist. Und das würde als Sicherheitsmaßnahme ausreichen. Das jedoch ist fahrlässig und auch ein indirekter Verstoß gegen die DSGVO.

Man muss also aufpassen, wenn AGBs und Datenbestimmungen für „Software as a Service“ definiert werden. Es gibt dafür auch kaum kostenpflichtige Templates oder gar kostenfreie Vorlagen, die man als „SaaS“ – Betreiber nehmen und anpassen könnte. Das liegt ganz einfach an den vielfältigen Szenarien, die sich aus der Software ergeben können. Welche Parteien sind involviert, wie müssen Sie durch die DSGVO in die Pflicht genommen und geschützt werden? Bei „CONSILIUM“ ist es z.B. so, dass die verwalteten MitarbeiterInnen durch einen Administrator selbst zu CONSILIUM Nutzern werden können. Damit können sie direkt über einen Teil ihrer Daten selbst verfügen – was bedeutet das für ihre Rechten und Pflichten? Ein sehr weites Feld … .

Aber das Wichtigste überhaupt: das Vertrauen. Der Nutzer der Software muss Vertrauen haben können. Deswegen habe ich mich entschlossen, zusätzlich zu den AGBs und der Datenschutzbestimmung auch einen eigenen Datenschutzkodex zu verfassen. Diese Kodex ist jenseits von halb-juristischem seitenlangem Kauderwelsch eine Eigenverpflichtung, die genau diesem Vertrauensaufbau dienen soll. Man stelle sich vor, als Softwarebetreiber würde man in den begründeten Verdacht geraten, Daten an Dritte zu verkaufen – das wäre der Super-GAU. Es muss also mehr als deutlich werden, dass das Werben um berechtigstes Vertrauen Zukunft für den Betreiber schafft und in dessen Interesse liegt.

Mehr dazu in den nächsten Wochen, wenn als diese Erzählungen praktische Formen annehmen.

Linux has taken over

Ich hatte so meine Phasen … mit Windows 3.1. Ende der 80er Jahre angefangen, dann eine erste Phase mit Linux gegen Ende der 90er Jahre, dann viele Jahre MacOSX, dann nochmal Linux und jetzt wieder – auch beruflich bedingt – nutze ich Microsoft Windows. Aber man schaut sich immer wieder die Alternativen an, was dank Virtualisierung zum Ausprobieren sehr einfach ist. Eines sticht jedoch heraus – Linux ist überall. Sogar in Windows.

Ich bin mit meiner Einschätzung nicht allein, aber für manche wirkt es wie dieser Aprilscherz, der vor einigen Jahren mal veröffentlicht wurde und denen viele gar nicht auf den Leim gegangen sind. Viele haben nach diesem Artikel an einem 1. April eine sachliche Diskussion zu dem Thema angefangen. Weil es tatsächlich nicht abwegig ist.

KDE Anwendungen unter Windows 10

Meiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Microsoft den eigenen Kernel zugunsten eines Linux Kernels aufgeben wird. Was sich mit dem Linux-Subsystem für Windows schon angekündigt hat und sich mit der Plattform-unabhängigen Powershell fortsetzt, ist heute schon im Microsoft Store unter Windows 10 zu sehen: dank des Linux Subsystems laufen Linux Anwendungen vorzüglich unter Windows. Populäres Beispiel ist die Anwendung „Okular„, mit der sich unter anderem PDFs bearbeiten lassen. „Okular“ ist normalerweise Teil des KDE Desktops.

Dokumentbetrachter OKULAR  unter Windows 10

OKULAR – Der Dokumentbetrachter und PDF Editor des KDE Desktop lässt sich über den Microsoft Store problemlos für Windows 10 anwenden

Weitere Linux-Anwendungen unter Windows 10

Ein anderes Beispiel ist „Kate„, der KDE Editor für Programmierarbeiten aller Art, ebenfalls unter KDE. Diese Anwendungen laufen flüssig unter Windows 10, da sie auf dem QT-Framework basieren. Dieses Framework erlaubt die Entwicklung einer Anwendung auf einer beliebigen Plattform – das Endergebnis läuft auf allen bekannten Betriebssystemen. Das spart Entwicklungszeit und -kosten.

KDE Editor KATE unter WIndows 10

Der KDE Editor KATE lässt sich ebenfalls über den Microsoft Store für Windows 10 verwenden

 

Andere Beispiele sind der LaTex-Editor „Kile„, das Matheprogramm „LabPlot“ oder Visualisierungstool „Filelight„. Auch einige Anwendungen des anderen großen Desktops unter Linux („Gnome“) sind unter Windows zu Hause. Das bekannteste Programm ist sicher die Bildbearbeitung „Gimp“. Aber auch die Excel-Alternative „Gnumeric“ oder die Textverarbeitung „Abiword“ gibt es als Windows Versionen.

Vieles ist aber auch einfach nur Politik. Exemplarisch für die Notwendigkeit, den Unterbau von sämtlichen Computersystemen zu vereinheitlichen, ist das Zusammenspiel zwischen Desktop Programmen und mobilen Programmen. Das bedeutet derzeit noch, das der Quellcode für die Plattformen separat kompiliert werden muss – Mehrarbeit und zusätzlicher Support wird dadurch notwendig. Das QT-Framework schafft hier Abhilfe. QT wird von Trolltech entwickelt. Trolltech gehörte eine zeitlang zu NOKIA. NOKIA gehört zu Microsoft … den Rest kann man sich denken. Ebenso den Weg in die Nahe Zukunft und die Intention von Microsoft. Auch wenn ich diese Zusammenhänge jetzt sehr vereinfacht und verkürzt dargestellt habe.

Linux has taken over …

Ich kann das aus meiner eigenen beruflichen Umgebung bestätigen. Vor wenigen Jahren, waren Linux Server noch kein Thema. Dann aber kamen viele Unternehmen auf den Trichter, nicht die Software, sondern ihren Support zu verkaufen (Fedora, Canonical) und plötzlich war Linux das einzige Server-Betriebssystem. Android nutzt einen Linux-Kernel, MacOS basiert auf einem FreeBSD Unterbau mit Unix-kompatiblen Kernel. Und Windows hat ein Linux Subsystem, dass immer besser mit Windows Software interagiert. Microsoft muss nur noch Betonklötze wie die Registry und DirectX loswerden. Dann wird auch hier Linux dominieren. Windows in der jetzigen Form muss für Microsoft wie ein Klotz am Bein sein.

Linus Torvalds, der Initiator von Linux erklärt in diesem kleinen Ausschnitt, warum seiner Meinung nach LINUX nicht überall auf Desktop-Rechner genutzt wird. Die Antwort ist relativ simpel und einleuchtend: 99% der Nutzer haben weder Zeit noch Interesse daran, ein Betriebssystem zu installieren. LINUX auf Desktop Rechner vorinstalliert – solche Versuche hat es gegeben, solche Rechner gibt es mit grandioser Ausstattung. Es hat sich schlicht niemals durchgesetzt.

Fazit

Mit Windows ohne mobile Version und der Notwendigkeit, Verbindungen zu Android und IOS permanent separat zu unterhalten – dazu noch der eigene Windows Unterbau – wird Microsoft nicht weit kommen. Die Systeme werden sich langfristig angleichen müssen. Das bedeutet aber natürlich nicht das Ende des Softwaregiganten – im Gegenteil: schon jetzt verdient Microsoft richtig Kohle mit Azure und Office, das zurecht die führende Bürosoftware ist. Das wird so bleiben. Nur weil das Betriebssystem Open Source wäre, bedeutet das nicht das Ende der klassischen proprietären Software, Werden in Zukunft immer mehr Spiele unter Verzicht auf DirectX produziert, immer mehr Software mit plattformunabhängigen Frameworks, dann ist meiner Meinung nach klar, wohin die Reise geht.

50 Jahre „DalliDalli“

Heute vor 50 Jahren lief die erste Ausgabe der Quizsendung „DalliDalli“ im Fernsehen. Ich durfte, als ich noch ganz klein war, immer bis zu „Dalli-Klick“ aufbleiben und mitraten. Ein ähnliches Ritual gab es dann später auch bei „Der Große Preis“ – wenn Wum und Wendelin in der Sendung gewesen waren, musste ich ins Bett 🙂

Hier die erste Dalli-Dalli Sendung auf YouTube: