Berlin 2026 - Dritter Tag
Zwischen Alexanderplatz und Nationalgalerie
Buntes Treiben auf dem Alexanderplatz
Ich bin heute quer durch Berlin Mitte gefahren. Mit Straßenbahnen, U-Bahn, S-Bahn - mir tun allmählich die Füße weh, vom vielen laufen und auch wenn ein Erkunden zu Fuß natürlich spannender ist, als eine Fahrt mit der U-Bahn, kann man mit dem öffentlichen Nahverkehr eine Menge Zeit und Energie sparen.
Ich muss wirklich sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin, wie die öffenlichen Verkehrsmittel hier organisiert sind. Der HBF hat mehrere Ebenen, bei denen sich die Verkehrsmittel überkreuzen und perfekt ergänzen. Die Taktung ist außergewöhnlich. Ich bin heute an drei Haltestellen ans Gleis gegangen und sofort fuhr die Bahn ein, die mich zu dem jeweiligen Ziel gebracht hat. In 6 Minuten vom HBF am Alexanderplatz, von dort in 2 Minuten auf der Museumsinsel und von dort in 10 Minuten am Potsdamer Platz. Man kommt ohne Umwege quasi sofort an die wichtigsten Ecken dieser Metropole.

Berlin Alexanderplatz
Apropos Metropole - ich will ja nicht immer mit meinen USA Besuchen angeben. Aber ich habe 2002, 2004 und 2010 Manhattan auf und ab erkundet. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Großstadt wie Köln und einer Metropole wie Berlin. Das ist eine andere Dimension, was sich auf vielfältige Art und Weise offenbart. Die einzigen Metropolen, die ich bisher besucht habe, waren New York und Berlin - alle anderen Städte waren bestenfalls Großstädte. Ich muss mir das in der Wortwahl noch genauer zurechtlegen und werde das vermutlich in einer der noch fehlenden Passagen einer Geschichte meiner "Kafkaesken Momente" unterbringen. Kafka hat ja auch immer von der Metropole Berlin geschwärmt. Das werde ich jetzt ganz gut verbinden können.
Vormittags auf´m Alex :-)
Ich war wieder sehr früh wach. Das Hotel ist zwar sehr gut, das Bett ist bequem. Aber ich schlaf nie gut und nie besonders lange in fremden Betten. Also war ich wieder sehr früh am HBF, habe dort mein Frühstück geholt und bin dann mal eben zum Alexanderplatz gefahren. An der Weltzeituhr habe ich dann nach dem Fernsehturm Ausschau gehalten. Da darf man nicht nach links und rechts schauen - sondern den Kopf in den Nacken und ganz nach oben. Ein sehr imposantes Bauwerk.

Früher Samstagmorgen - noch ist es ruhig auf dem Alexanderplatz
Dann ging es kurz auf die Museumsinsel. Da habe ich kurz den Berliner Dom und das Berliner Schloss (Humboldt Forum, ehemals "Palast der Republik") angeschaut. Auch hier wieder der Eindruck von dem, was eine Metropole definiert. Die Prachtbauten entlang des Boulevard "Unter den Linden", also die Staatsoper oder die Humboldt Universität - wirklich sehr sehenswert und alles viel weiter und noch größer, als ich mir das vorher vorgestellt hatte.
![]() Berliner Schloss |
![]() Berliner Dom |
Dann war es kurz vor 10 Uhr und damit konnte ich zur "Neuen Nationalgalerie" fahren, denn diese öffnete erst um 10 Uhr Das geht ganz einfach per U-Bahn von der Museumsinsel. Einfach zum Potsdamer Platz und dann ein kleiner Fussmarsch.
Die Neue Nationalgalerie - Mit Gerhard Richter & Co.

Die Neue Nationalgalerie - der sichtbare Bau täuscht, das eigentliche Museum ist ein Stockwerk tiefer
In der Neuen Nationalgalerie gibt es seit einigen Jahren eine Dauerausstellung zu Gerhard Richter. Ein ganzer Flügel des Museums ist diesem Künstler gewidmet. Meiner Meinung nach auch völlig zurecht. Gerhard Richter ist der mit Abstand "wertvollste" lebende Maler. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Ich bin bei seinen Bildern immer zwiegespalten - manche Sachen wirken eher willkürlich, anderes wieder sehr genial. So haben seine Arbeiten bezüglich Farbkarten zu dem sehr schönen Richter-Fenster im Kölner Dom geführt.
![]() Gerhard Richter im Zentrum der Nationalgalerie |
![]() Gerhard Richter |
![]() Gerhard Richter |
![]() Gerhard Richter |
![]() Gerhard Richter |
![]() Gerhard Richter |
Aber es gab dort noch viel mehr zu sehen. Picasso, Wahol, Uecker, Dix und viele weitere Künstler. Besonders gefallen haben mir zwei Bilder von Gustav Wunderwald, den ich bis heute noch gar nicht kannte.

Gustav Wunderwald
![]() Pablo Picasso |
![]() Andy Warhol |
![]() Die urbane Frau |
![]() Die goldenen Zwanziger - gab es nur im letzten Jahrhundert |
Dann war ich am späten Nachmittag erneut auf´m Alex :-) Da war jetzt wesentlich mehr los, als morgens. Ich habe mir, wie schon angekündigt, einen echten Noise-Cancelling Kopfhörer gekauft, der sich hoffentlich morgen bei der Zugfahrt ordentlich bewährt.
Viele weitere Fotos aus Berlin gibt es hier zu sehen.
Morgen am späten Abend folgt dann noch mein Bericht von der Rückreise und ein Fazit zu meinem Berlin-Trip.











