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Berlin 2026 - Anreise, Erster Tag

03. September 2026

Los geht´s


Gleis 2 A-C am Kölner HBF

Ich brauche ganz sicher einen echten Noise Cancelling Kopfhörer. Die Google Pixel Buds taugen da nicht wirklich etwas. Anstrengend, wenn einige Menschen die ganze Zeit über wirklich sehr lautstark telefonieren, alles unter der Annahme, dass sie allein auf der Welt sind. Mal schauen, ob ich in Berlin Zeit finde, mir was ordentliches zu kaufen.

Ich sitze also mal wieder im Zug und schreibe diesen Beitrag. Fünf Stunden Zugfahrt liegen vor mir und wenn ich die Verspätungsinfos vom zugfinder.net der letzten Wochen für den ICE 857 anschaue, dann muss ich mit einer Verspätung von ca. 70-120 Minuten rechnen. Es liegen zwei Großbaustellen auf dem Weg. Rund um Wuppertal ist eine große Sanierung im Gange und direkt hinter Köln, bei Opladen wird eine Brücke saniert - die Strecke ist nur eingleisig befahrbar. Die Rückfahrt am Sonntag wird ähnlich problematisch. Habe aber einen schönen Platz in der 1. Klasse mit eigenem Tisch und Beinfreiheit.


Der Weg nach Berlin

1. Klasse im ICE 857 - Verspätung mit Komfort

Die Baustellen sind bei Einfahrt in die Bahnhöfe nicht zu übersehen. Der Bahnhof in Hagen scheint komplett "entkernt" zu sein. Statt Gleisen und Bahnsteige nur Bagger und Baustellen. Der Zug muss oft auf der Strecke halten und fährt sehr oft im Schneckentempo.

Ich erlebe aber zum ersten Mal, dass das WLAN im Zug richtig gut funktioniert. 2-3 MB/s sind echt brauchbar. Man könnte sogar einen Film streamen und die Verbindung ist ungewöhnlich stabil. Einige arbeiten hier ernsthaft am PC und machen geschäftliche Videocalls, die offensichtlich ohne Unterbrechung laufen.

Einchecken ins "Motel One" kann ich eh erst ab 15 Uhr. Eigentlich habe ich mich gestern Abend schon eingecheckt. Das geht nämlich online und um 15 Uhr soll in einer App mein virtueller Zimmerschlüssel im Smartphone aktiv sein. Bin mal gespannt, ob das klappt.

Im Hotel

Ich bin dann mit doch viel weniger Verspätung (ca. 20 Minuten) in Berlin angekommen. Zwischen Hannover und Berlin konnte der ICE in hohem Tempo fahren und hat keine weitere Verspätung mehr verursacht.

Das mit dem virtuellen Zimmerschlüssel hat nicht geklappt, aber man kann sich ja problemlos über den normalen Weg an der Rezeption anmelden und bekommt eine normale, physische Key-Card. Mein Zimmer liegt im achten Stock des "Motel One" und ich schaue von meinem Zimmer auf die Invalidenstraße und das große Gebäude der "Edge Spaces" einem Co-Working Unternehmen, dass verschiedenen Firmen Büroräume vermietet. Auf der Straße ist unheimlich viel los - erinnert mich an meine Zeiten in New York, wo Ampeln für Fussgänger und Autos nur noch so etwas wie in Option bedeuten und sich niemand wirklich an die Verkehrssituation hält. Unentwegt fahren Polizei und Krankenwagen durch die Stadt.

Mein Hotelzimmer im 'Motel One'

Mein Hotelzimmer im 'Motel One'

Bad in meinem Hotelzimmer

Bad in meinem Hotelzimmer'

Aussicht aus dem 8. Stock des 'Motel One'

Aussicht aus dem 8. Stock des 'Motel One'

In der App des Hotels kann man übrigens auch einstellen, dass man auf das tägliche Housekeeping verzichten möchte. Das habe ich sofort aktiviert, denn ich brauche für drei Tage nicht jeden Tag frische Handtücher und mein Bett mache ich selbst :-) Die Übernachtung habe ich ohne Frühstück gewählt. Das hätte nochmal pro Tag 15,- EUR extra gekostet. Das finde ich sehr teuer. Außerdem gibt es unzählige Bäckereien in der direkten Umgebung. Ich frühstücke also direkt auf dem Weg zu meinen täglichen Zielen.

Durch die zentrale Lage des Hotels ist man sofort mitten im Geschehen. Wäre das große Bürogebäude nicht vor meinem Hotelfenster, dann würde ich all die Sehenswürdigkeiten bereits von hier aus sehen können. Geht man einmal durch den wirklich riesigen Hauptbahnhof - Geschäfte aud drei Ebenen, S-Bahn und U-Bahn Anbindung hinein in die Stadt - sieht man sofort die Kuppel des Reichstages und die Seitenansicht des Kanzleramtes. Dann findet man ganz allein den Weg zum Brandenburger Tor, sieht in der Ferne den Fernsehturm, die Siegessäule usw. - man kann sich hier nicht verlaufen.

Es ist alles sehr groß und gewaltig. Das erinnert einmal mehr an New York, aber von der Struktur und der Sichtbarkeit der Sehenswürdigkeiten auch an Washington. Dort hatte ich mich auch ganz ohne Anleitung zielsicher zu den bekannten Sehenswürdigkeiten bewegen können.


Auf dem "Platz der Republik" vor dem Reichstag, gibt es derzeit viele Absperrungen und Baustellen
Berliner Hauptbahnhof

Berliner Hauptbahnhof

U-Bahn Station am Bundestag

U-Bahn Station am Bundestag

Mr. Blackrock war nicht zu sehen - Das Bundeskanzleramt

Mr. Blackrock war nicht zu sehen - Das Bundeskanzleramt

In der Ferne die Siegesäule

In der Ferne die Siegesäule

Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

Quadriga

Quadriga

Viele weitere Fotos von heute gibt es dem Fotoalbum "Berlin 2026" - einfach hier klicken.

Morgen geht es vormittag nach Bernau zum Grab von meinem Großvater.

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